Pressebericht Februar 2008

Boxer greifen zum Pinsel

 

Ingolstadt (DK) "Strong and fast since 1954" – prangt in frischer Schrift auf gelbem Grund über dem Box-Ring. In der Tat sind die Aktiven des Box-Clubs Ingolstadt (BCI) seit 54 Jahren nicht nur stark und schnell, sondern auch fleißig. Jetzt haben sie ihre Übungsräume umfangreich saniert.

1979 griffen die Mitglieder des Box-Clubs Ingolstadt (BCI) so richtig zu Schaufel, Spaten und Schubkarren: Allein mit Muskelkraft hoben die Sportler und Freunde des Vereins die Erde aus dem provisorischen Luftschutzbunker im Hof der Ingolstädter Pestalozzischule, um für sich eine Heimat zu schaffen. Ähnlich zupackend wie damals legten die BCI-Kämpfer nun im vergangenen Sommer los und starteten die größte Sanierungsaktion in der Geschichte des 1954 gegründeten Vereins: Die dunkle Katakombe mit den grünweiß gestrichenen Wänden und dem kalten Neonlicht sollte komplett überholt werden.

"Wir haben das alles aus eigener Kraft erreicht", beschrieb gestern Alois Finkenzeller bei einem Rundgang durch die frisch sanierten Übungsräume. Der Ingolstädter Rechtsanwalt ist seit mehreren Jahren Vorstandsvorsitzender des Vereins und die treibende Kraft hinter vielen Projekten. Bei der Sanierung der Wände, Decken und Böden sowie der kompletten Elektro- und Sanitäranlage packten die vielen Handwerker mit an, die beim BCI den Kampfsport ausüben. Etwa 50 000 Euro ist die Eigenleistung Wert, schätzt Finkenzeller, der auch nicht viel mehr Geld als Jahresetat zur Verfügung hat. Allein eine Außenmauer wurde von der Stadt, der das Gebäude auch gehört, wieder hergerichtet.

Die Auffrischung der Räume kommt den gut 350 Mitgliedern zugute, die beim BCI aktiv in den Ring steigen oder sich mit dem Sandsack einlassen. Fast ein gutes Dutzend junge Frauen trainiert mit den Kampfsportlern; beim Jugendtraining am Dienstag und Donnerstag sind bis zu 40 Mädchen und Jungs dabei. Fünf Trainer, darunter der bekannte Boxer Georg Bösl, kümmern sich um die Aktiven, die vor allem vor Wettkämpfen auch Spezialtrainings bekommen. Derzeit der erfolgreichste Kämpfer ist der bayerische Jugendmeister Parthenis Tokmakidis im Halbschwergewicht. Ein "Talent" ist aus Sicht von Vereinschef Alois Finkenzeller auch Ravil Fatullaew, der mit seinen 15 Jahren vielleicht eine große Karriere im Ring vor sich hat. Ganz getreu dem Motto, das nun in frischer Farbe an der Wand des Boxraums prangt: "Strong and fast since 1954" – "Stark und schnell seit 1954."

 

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